Gelungene Heimpremiere

Zu einem deutlichen 35:25 (16:16) kamen die Landesligahandballer des TSV 2000 Rothenburg bei ihrer Heimpremiere gegen den MTV Ingolstadt. Aufgrund der Leistungssteigerung nach der Pause war der Sieg auch in der Höhe absolut verdient.

Schon vor der Partie ließen die äußeren Zeichen darauf schließen, dass die Tauberstädter zu einem deutlichen Heimsieg kommen könnten. Während sich auf der einen Spielfeldhälfte die Hausherren in kompletter Anzahl aufwärmten, taten dies auf der anderen Seite lediglich neun Spieler der Gäste. Diese wehrten sich dann aber in den ersten 30 Spielminuten noch erfolgreich gegen die Überzahl der Gastgeber. Nach dem 1:0 für die Gäste durch den bulligen Kreisläufer Matei Serban, den die Rothenburger Deckung in Spielhälfte eins nicht in den Griff bekam, gelangen den Becker-Schützlingen durch den erneut sehr starken David Winheim (2) und Thomas Krauter drei Tore zur eigenen 3:1-Führung. Drei Minuten später hatten die Gäste aber schon wieder zum 3:3 ausgeglichen, in der 11. Spielminute gingen sie dann, erneut durch Serban, mit 7:6 in Führung. Auch in der Folgezeit offenbarte die Deckungsreihe der Tauberstädter große Lücken, die es den Gästen immer wieder ermöglichten, einfache Tore zu erzielen. So blieb es bis zu 15. Minute bei knappen Spielständen und wechselnden Führungen (9:8). Danach gelang den Hausherren ein Zwischenspurt, in dem sie ihre Führung durch Tore von Phillip Schemm (3) und Nikola Stojanov (2), bei drei Gegentreffern der Gäste auf 14:11 ausbauen konnten. In dieser Phase der Rothenburger Torhüter Arnold Kiss mehrfach Würfe der Gegner parieren und sich mit direkten Gegenstoßpässen als Vorlagengeber auszeichnen. Aber auch diese Führung konnten die Rothenburger nicht halten. Die Abwehr präsentierte sich weiterhin im Mittelblock viel zu löchrig und da nun auch im Angriff einige Bälle verloren gingen, schafften die Gäste erneut den Ausgleich (14:14, 27. Minute). Bis zum Pausenpfiff der guten Schiedsrichter Daniel Langner und Bernd Liebsch kamen beide Mannschaften noch zu je zwei Treffern, so dass beim Stand von 16:16 die Seiten gewechselt wurden.

Nach der Pause präsentierten sich die Tauberstädter dann in der Abwehr deutlich verbessert, unter anderem war Kreisläufer Serban nun abgemeldet. Daher sollte es acht Minuten dauern, bis die Gäste ihren ersten Torerfolg in Durchgang zwei erzielen konnten. Davor gelangen den Hausherren durch Nikola Stojanov, Maxi Schmidt, Thomas Krauter und Phillip Schemm vier Tore zur 20:16-Führung. Im gleichen Maß, wie die Rothenburger an Sicherheit gewannen, schwanden bei den dezimierten Gästen nun die Kräfte. Die Folge waren leichte Ballgewinne der Becker-Schützlinge die zu schnellen Torerfolgen und dem Ausbau der eigenen Führung führten. Das 25:20 in der 46. Minute stellte dann zum einen die erste Fünftoreführung her und war zum anderen war es das Premierentor des 17-jährigen A-Jugendlichen Paul Koppler im Team der Rothenburger. Die endgültige Vorentscheidung schaffte Rothenburg dann zwischen der 50. und der 55. Spielminute, in denen sie von 27:23 auf 33:23 davonzogen. Torschützen waren David Winheim (2), Paul Koppler, Phillip Schemm, Thomas Krauter und Maxi Schmidt. Bis zum Spielende trafen dann die Gäste noch zwei Mal und David Winheim erzielte seine Treffer sieben und acht, was zum Endstand von 35:25 für Rothenburg führte.

Mit zwei Siegen aus zwei Spielen ist die Becker-Truppe hervorragend in die neue Saison gestartet. Neben der guten Angriffsleistung und der Steigerung in der Deckung nach der Pause war gegen Ingolstadt insbesondere der breitere Kader die Basis für den ungefährdeten Heimsieg. Auf den Ausfall von Patrick Wurst und die während des Spiels sich ereignete Verletzung von Nedim Jasarevic konnte Trainer Bernd Becker mit der Hereinnahme von Daniel Schubart, Spielertrainer der 2. Mannschaft, reagieren. Und dass die frühe Integration der A-Jugendlichen der richtige Schritt ist, bewies Paul Koppler mit seinen beiden Toren eindrucksvoll. Ähnliches konnte der Gästetrainer Ralf Henschker nicht vornehmen, hat der MTV Ingolstadt doch weder eine zweite Herrenmannschaft, noch eine A-Jugend. Auch die Torhüterleistung sprach deutlich für die Hausherren, sowohl Arnold Kiss als auch Luca Sand konnten deutlich mehr Bälle abwehren, als ihr Gegenüber auf Ingolstädter Seite. „Mit der Leistung der zweiten Halbzeit bin ich absolut zufrieden. Dass die Ingolstädter mit ihren cleveren Spielern ein unangenehmer Gegner sind, haben sie vor der Pause bewiesen, dennoch müssen wir das besser lösen. Letztlich haben wir uns aber verdient durchgesetzt“ zog Trainer Becker dann auch ein positives Fazit. Am nächsten Samstag steht für die Tauberstädter das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm, dann müssen sie zur heimstarken HSG Fichtelgebirge reisen.

Rothenburg: Kiss (1.-54.), Sand (54.-60. und bei zwei Siebenmetern) (Tor); Schemm (8), Kulas, Gluhak, Ehrlinger (2), Schmidt (2), Koppler (2), Winheim (8/4), Jasarevic (2), Stojanov (8), Krauter (3), Schubart

Ingolstadt: Fejzovic (Tor); Almasi, Sabljakovic (4), Serban (6), Achhammer (1), Macovei (3), Rausch (2), Kieslich, Balasz (9/5)

Spielverlauf: 0:1, 3:1, 3:3, 7:7, 14:11, 16:16 (HZ); 20:16, 25:20, 28:23, 33:23, 35:25

Siebenmeter:
Rothenburg 5 (Winheim trifft 4; Jasarevic verwirft 1)
Ingolstadt 6 (Balasz trifft 5, verwirft 1)

Zeitstrafen:
Rothenburg 4 (Winheim 2; Gluhak und Krauter je 1)
Ingolstadt 5 (Serban 2; Achhammer, Macovei und Balasz je 1)

Schiedsrichter: Daniel Langner und Bernd Liebsch (Weitramsdorf/Hammelburg)

Zuschauer: 250