Die Negativserie hält an

Nichts zu holen gab es für die Landesligahandballer des TSV 2000 Rothenburg bei ihrem Gastspiel beim TSV Mainburg. Trotz knapper 15:14-Halbzeitführung endete die Partie mit einer 26:30-Niederlage. Nach nun drei Niederlagen in Serie ist der gute Saisonstart passé und vor den beiden Spielen in Cham und gegen die HSG Lauf/Heroldsberg muss der Bayernligaabsteiger den Blick sogar nach unten richten.

Die Anfangsphase der Partie gehörte eindeutig den Gastgebern, die Gäste von der Tauber, bei denen der angeschlagene David Winheim eingesetzt werden konnte, Patrick Wurst und Gabriel Gluhak mussten passen, starteten fahrig. Hinzukam, dass sich Nedim Jasarevic bereits nach fünf Minuten einen Pferdekuss einfing und nicht mehr im Vollbesitz seiner Kräfte mitwirken konnte. Dies führte dazu, dass nach gut 12 gespielten Minuten der Spielstand von 7:3 für die Hausherren von der Anzeigetafel leuchtete. Neben der wieder einmal nicht sattelfesten Abwehrreihe scheiterten die Rothenburger mehrfach in aussichtsreichen Situationen an Hannes Möser im Mainburger Tor. In der Folgezeit zeigten sich die Schützlinge von Trainer Bernd Becker dann zumindest treffsicherer und Torhüter Arnold Kiss konnte einige Würfe parieren, die zu schnellen Kontertoren genutzt werden konnten. Damit stand es in der 25. Spielminute ausgeglichen 11:11. Drei Minuten später gelang Nedim Jasarevic dann die erste Gästeführung zum 13:12. Luca Sand konnte dann beim Stand von 14:14 gegen den besten Mainburger Torschützen, Dominik Abeltshauser, einen Siebenmeter parieren und Nikola Stojanov erzielte in der Schlussminute der ersten Hälfte den Halbzeitstand von 15:14 für die Tauberstädter.

Die Pausenführung gab den Gästen aber keine Sicherheit. Den Hausherren gelang nicht nur schnell der Ausgleich, sie gingen sogar wieder mit zwei Toren in Führung (18:16, 37. Minute). Diese Führung bauten sie dann bis zur 45. Minute auf vier Tore aus (22:18). Insbesondere im Mittelblock offenbarte die Deckungsreihe der Rothenburger weiterhin zu große Lücken und auch die Manndeckung, die Trainer Becker gegen Abeltshauser angeordnet hatte, zeigte nur bedingt Wirkung. In dieser 45. Minute schlug dann zusätzlich noch das Verletzungspech unbarmherzig zu, zunächst konnte Nedim Jasarevic aufgrund der Verletzung aus der ersten Hälfte nicht mehr mitwirken und dann fiel auch noch Nikola Stojanov verletzt aus. Für ihn kam der A-Jugendliche Anton Ehrlinger aufs Feld, der seine Sache in seinem ersten Männerspiel mit zwei Toren sehr gut machte. Insgesamt aber hatten die Tauberstädter den robusten Hausherren nun nicht mehr viel entgegenzusetzen. Näher als auf zwei Tore kamen die Gäste nicht mehr und da dann auch noch einige hundertprozentige Torchancen nicht zum Torerfolg führten, erhöhten die Gastgeber aus der Hallertau wieder auf vier Tore und beim Stand von 30:26 ertönte die Schlusssirene.

Die Tauberstädter stehen damit zum dritten Mal in Folge mit leeren Händen da und der Kontakt zur Tabellenspitze ist abgerissen. Sehr bedenklich ist insbesondere die latente Abwehrschwäche, die dringend abgestellt werden muss. Erschwerend kommt hinzu, dass Nikola Stojanov eine längere Verletzungspause droht. Sollte dies eintreten, würde das die Rothenburger im Angriff erheblich schwächen. Positiv ist die Integration der A-Jugendlichen zu erwähnen, hier haben die Rothenburger aus der Not eine Tugend gemacht. Neben Paul Koppler, der in allen bisherigen Saisonspielen eingesetzt wurde, stand nicht nur der zweimalige Torschütze Anton Ehrlinger erstmals im Kader, auch Christian Keller war erstmals aufgeboten. Am nächsten Samstag reisen die Tauberstädter zum verlustpunktfreien Tabellenführer ASV Cham. Nach dem Verlauf der letzten Wochen, wäre ein Erfolg eine Überraschung.

Rothenburg: Kiss (1.-53.), Sand (53.-60. und bei einem Siebenmeter) (Tor); Schemm (3), Kulas, Keller, T. Ehrlinger, Schmidt (1), Koppler, A. Ehrlinger (2), Winheim (8/3), Jasarevic (4), Stojanov (7), Krauter (1)

Mainburg: H. Möser, Von Horst (Tor); F. Möser (2), Joekel (6), Schmargendorf (2), Würfl, Rieder, May (7), Heim (3), Kallmünzer, Abeltshauser (10/2)

Spielverlauf: 1:0, 3:1, 7:3, 10:7, 11:11, 12:13, 14:15 (HZ); 18:16, 22:18, 25:21, 26:22, 29:25, 30:26

Siebenmeter:
Rothenburg 4 (Winheim trifft 3, Jasarevic verwirft 1)
Mainburg 3 (Abeltshauser trifft 2, verwirft 1)

Zeitstrafen:
Rothenburg 2 (T. Ehrlinger und Schmidt je 1)
Mainburg 2 (f. Möser und May je 1)

Schiedsrichter: André Berger und Maria Braun (Donauwörth)

Zuschauer: 150