Zu viele Fehler bringen erste Niederlage.

Zu viele Fehler bringen erste Niederlage

Mit 25:19 (12:10) verloren die Landesligahandballer des TSV 2000 Rothenburg ihr Auswärtsspiel bei der HSG Fichtelgebirge. Weder im Angriff noch in der Verteidigung konnten die Tauberstädter dabei Normalform erreichen und mussten mit einer verdienten Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten.

Wie schon in den ersten beiden Saisonspielen brauchten die Becker-Schützlinge auch in der altehrwürdigen Marktredwitzer Stadtsporthalle einige Minuten um in die Partie zu kommen. Erst in der neunten Minute konnte Phillip Schemm nachdem die Hausherren schnell in Führung gegangen waren, zum 3:3 ausgleichen. Schemm und David Winheim waren es dann, die mit dem 4:5 und dem 5:6 die ersten Führungen für die Tauberstädter erzielen konnten (15. Spielminute). Doch auch dies brachte den Gästen keine Sicherheit. Eine Häufung von Fehlern in der Deckung und im Angriff führte dazu, dass die Hausherren, die ebenfalls keine überragende Leistung ablieferten, aus dem Rückstand eine Zweitoreführung machen konnten (10:8, 23.). Diese hielt auch bis zum Ende der ersten Spielhälfte an und beim Stand von 12:10 für die Spielgemeinschaft aus Wunsiedel und Marktredwitz wurden die Seiten gewechselt.

Auch den Beginn der zweiten Halbzeit verschliefen die Tauberstädter, wodurch die Gastgeber innerhalb von nur 60 Sekunden ihre Führung auf 14:10 ausbauen konnten. In den Folgeminuten stemmten sich dann insbesondere Nikola Stojanov und David Winheim gegen die drohende Niederlage. Durch jeweils zwei Tore der beiden konnten die Rothenburger bei einem Tor der Hausherren den Rückstand bis auf ein Tor verkürzen (15:14, 38.). Dann traten die vorher bereits eine Linie vermissen ließenden Schiedsrichter, Jonas Brucker und Philipp Fernbacher (Weiden/Kelheim), in Erscheinung, als sie gleichzeitig Nedim Jasarevic für eine keinesfalls überharte Abwehraktion und Tim Ehrlinger (Reklamieren) mit Zweiminutenstrafen auf die Bank schickten. Damit war die Aufholjagd der Gäste beendet, mehr noch, sie kassierten in dieser doppelten Unterzahl zwei Tore ohne selbst erfolgreich zu sein und der Rückstand war wieder auf drei Tore angewachsen (17:14, 43.). Auch zehn Minuten später lagen die Hausherren noch mit drei Toren in Front, die weiterhin zu hohe Fehlerquote der Gäste verhinderte, dass sie wieder auf Tuchfühlung kommen konnten (20:17, 53.). Eine allzu hektische Schlussphase der Tauberstädter, in der sie mit der Brechstange versuchten zum Torerfolg zu kommen, ließ die Gastgeber ihren Vorsprung dann sogar bis auf 25:18 ausbauen (58.). Bis zum Spielende traf lediglich Phillip Schemm noch für die Rothenburger, so dass beim 25:19 die erste Saisonniederlage der Rothenburger feststand.

In einem durchschnittlichen Landesligaspiel genügte den Hausherren eine konsequente Abwehrleistung und das Ausnutzen der Fehler der Gäste um zum deutlichen Erfolg über die Becker-Schützlinge zu kommen. „Wir agierten im Angriff viel zu statisch und schafften es zu selten, die defensive Deckungsreihe des Gegners in Bewegung zu bringen und damit Lücken zu schaffen. Verbunden mit unserer hohen Fehlerquote ist der Sieg der HSG Fichtelgebirge absolut verdient“ zeigte sich der Trainer Bernd Becker nach dem Spiel enttäuscht. Da am kommenden Wochenende kein Spiel stattfindet, haben die Tauberstädter nun zwei Wochen Zeit, die Niederlage aufzuarbeiten. Gegen den Aufsteiger HC Erlangen III, aktuell punktloses Tabellenschlusslicht, muss dann wieder gewonnen werden um den Kontakt zur Spitzengruppe zu halten.

Rothenburg: Sand, Kiss (Tor); Schemm (3), Wurst, Kulas, Gluhak, T. Ehrlinger, Schmidt (2), Koppler, Winheim (8/3), Jasarevic (2/1), Stojanov (4), Krauter

Fichtelgebirge:Brosko, Gruber (Tor); Englbrecht, Petricevic, Burger (8), Bralic, Berger, Wippenbeck (4), Fronk (3), Tröger (3), Mocker (3/3), Danielka (3), Birner (1)

Spielverlauf: 1:0, 3:1, 3:3, 4:5, 5:6, 10:8, 12:10 (HZ); 14:10, 15:14, 17:14, 19:16, 20:17, 25:18, 25:19

Siebenmeter: Rothenburg 5 (Winheim trifft 3, verwirft 1; Jasarevic trifft 1)

Fichtelgebirge 3 (Mocker trifft alle)

Zeitstrafen: Rothenburg 2 (Jasarevic und T. Ehrlinger je 1)

Fichtelgebirge 1 (Petricevic)

Schiedsrichter: Jonas Brucker und Philipp Fermbacher (Weiden/Kelheim)

Zuschauer: 250 (geschätzt)