Lunda Schweden

Abenteuer Lundaspelen 2018

Unsere C-Mädels erreichen beim weltgrößten Jugendhallenhandballturnier in Schweden das Halbfinale der B-Playoffs und verpassen den Finaleinzug nur knapp

Eine ganz besondere Erfahrung machten unsere C-Mädels zwischen den Jahren:

Die Jugendhandballerinnen nahmen im Zeitraum vom 26.12.- 30.12. an den Lundaspelen 2018 in Lund / Schweden teil. Das hervorragend organisierte Turnier im Süden Schwedens feierte dieses Jahr bereits sein 40-jähriges Jubiläum und ist auch sonst eine Jugendsportveranstaltung der Superlative:

Bei den Lundaspelen handelt es sich um das weltweit größte Jugendhandballturnier in der Halle:

an dem diesjährigen Turnier nahmen 690 Mannschaften aus insgesamt 16 Nationen teil. Die Spiele des Turniers in allen Altersklassen werden in mehr als 40 Handballhallen in der Region Lund ausgetragen. Insgesamt beteiligten sich mehr als 4000 Nachwuchshandballerinnen und - handballer, darunter auch weit gereiste Teams aus Hongkong, Indien, Spanien und Kroatien. Das Turnier zeichnet sich aber nicht nur durch die vielen internationalen Teams, sondern auch durch seine große Leistungsdichte aus. Bei den Lundaspelen wird dank der hervorragenden Jugendarbeit in Schweden und Dänemark Jugendhandball auf höchstem Niveau geboten.

Unsere C-Mädels machten sich mit einer 22-köpfigen Gruppe bereits am 1.Weihnachtsfeiertag mit dem Nachtzug auf die 18-stündige Anreise nach Schweden. Am ersten Abend stand die Teilnahme an der offiziellen Eröffnungsfeier in der Sparbanken Skane Arena mit dem Höhepunkt des Einmarsches der teilnehmenden Nationen auf dem Programm. Nach einer kurzen Nacht in der Schulunterbringung waren an den ersten zwei Tagen die Gruppenspiele zu absolvieren. Das Rothenburger Team wurde in eine starke Gruppe gelost: mit der schwedischen Mannschaft Staffanstorps HK, der niederländischen Handbalschool Brabant 1 - The Netherlands, sowie den Nachwuchsteams der dänischen Erst- und Zweitligateams von TMS Ringsted und Fureso Handbold 1 warteten ausschliesslich dicke Brocken auf die Taubermädels. Dennoch gelang gleich im ersten Spiel gegen das schwedische Team ein 12:11 Erfolg. Am zweiten Tag ließen sich die C-Mädels von den beiden dänischen Mannschaften mit einer teilweise überharten Spielweise etwas den Schneid abkaufen und mussten zudem den verletzungsbedingten Ausfall von Hannah Geuder verzeichnen, so dass die A-Playoffs nicht erreicht wurden.

Am 3.Spieltag folgte dann aber eine starke Reaktion unserer Mädels: die B-Playoffs wurden im K.-O.-System, beginnend mit dem 1/16-Finale ausgetragen. Hier zeigte das Team, dass es aus den Erfahrungen der Vorrunde die richtigen Schlüsse gezogen und sich deutlich besser auf die körperliche Spielweise eingestellt hatte. Die Mädels steigerten sich von Runde zu Runde und schalteten zunächst im 1/16-Finale das Heimteam aus Lund mit 14:10 aus. Im 1/8-Finale ließen unsere TSV-Mädels dem hessischen Oberligateam der TSG Oberursel keine Chance und zogen mit einem überzeugenden 17:11 Erfolg in die nächste Runde ein. Im 1/4-Finale wurden dann noch die Lokalmatadoren von H43 Lund in einer emotionalen Partie mit 13:10 niedergekämpft und unsere Mädels zogen sensationell ins Halbfinale ein. Dort wartete mit dem Nachwuchsteam des schwedischen Erstligisten Skövde HF 1 ein Spitzenteam auf uns. Kleine Besonderheit am Rande: Annelie Hallqvist, die Trainerin von Skövde HF, konnten wir noch im vergangenen Jahr bei unserem Besuch der Frauen Handball WM als Teil des Trainerteams auf der Bank der schwedischen Nationalmannschaft erleben.

Im Halbfinale, dem bereits vierten Spiel an diesem dritten Turniertag, ließen die Kräfte bei den unseren Mädels zwar zusehens nach, allerdings kämpfte das Team beeindruckend und verpasste am Ende nur denkbar knapp und unglücklich den Einzug ins B-Finale von Lund. Kurz vor Ende der Partie erzielten die C-Mädels sogar noch den Ausgleich zum 8:8 und standen kurz vor einer faustdicken Überraschung. Das Team von Skövde konnte in den Schlussminuten wieder mit 9:8 in Führung gehen und rettete dieses Ergebnis, trotz sich noch bietenden guten Gelegenheiten für uns, über die Zeit .

In die erste Enttäuschung unsere Mädels mischte sich nach kurzer Zeit allerdings eine gehörige Portion Stolz auf die gezeigte Leistung. Die C-Mädels sind gerade in den B-Playoffs über sich hinaus gewachsen und überzeugten durch eine mitunter spielerisch gute, aber vor allem durch eine kämpferische und mannschaftlich geschlossene Leistung.

Für unser Team war die Turnierteilnahme in sportlicher Sicht eine wichtige Erfahrung, mussten wir uns doch in vielen Bereichen auf unbekannte Bedingungen einstellen: gespielt wird in Schweden in dieser Altersklasse mit einem kleineren Ball, zudem verteidigen gerade die skandinavischen Teams häufig in den in Deutschland in dieser Altersklasse verbotenen defensiven Deckungsvarianten einer 6:0 oder 5:1 Abwehr. Auch mussten sich die Bayernligahandballerinnen daran gewöhnen, dass bei diesem internationalen Turnier eine deutlich härtere Spielweise an der Tagesordnung war, als dies in der heimischen Liga der Fall ist.

Das dieser Lernprozess von der Mannschaft vollzogen wurde, zeigt das hervorragende sportliche Ergebnis: von 33 Teams in den B-Playoffs standen unsere Mädels am Ende unter den letzten 4 Mannschaften und verpassten den Einzug ins Finale gegen den späteren Sieger des B-Playoff-Finales aus Skövde nur um Haaresbreite. Besonders erfreulich war, dass sich alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten und Keeperin Johanna Boromisza in den Playoffs mit bärenstarken Leistungen ein sicherer Rückhalt einer im Turnierverlauf immer besser arbeitenden Abwehr war.

Am letzten Tag besuchte das Team dann noch in der Sparbanken Skane Arena die Finalspiele. Nach einem gemeinsamen italienischen Abendessen machte sich die Mannschaft am Abend erschöpft, aber zufrieden auf die lange Heimreise.

Die Turnierteilnahme war für alle Spielerinnen absolut beeindruckend, ganz getreu dem Motto des Turniers : Memories for life - Erinnerungen fürs Leben.

In Schweden erreichten das Halbfinale der B-Playoffs: Johanna Boromisza (Tor), Lilly Frei, Domenica Kossatz, Hannah Geuder, Paula Mendl, Lena Mantaoglu, Marit Nolle, Marta Zbruk, Lissy Hiermann, Sophia Sommerkorn, Charlotte Riedel

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