TSV 2000 - TV Grosswallstadt

Lehrreicher Saisonstart

Mit einer deutlichen Niederlage startete die männliche B-Jugend der TSV Handballer in die Bayernligasaison.

B-Jugend Bayernliga TV Grosswallstadt Junioren Akademie- TSV Rothenburg 25:17 (13:11)

Die Rollenverteilung beim Saisonstart der Nachwuchshandballer war klar. Auf der einen Seite der Gastgeber, die Junioren Akademie des TV Großwallstadt mit ausgewählten Handballtalenten und dem Ziel den Nachwuchs für die Handball Bundesliga auszubilden und auf der anderen Seite die Vereinsmannschaft des TSV Rothenburg, welche nach dem Wegfall von Florian Schmidt und Patrick Klenk noch in der Findungsphase ist.

Beide Mannschaften sehnten den Saisonstart herbei und waren heiß auf den Anpfiff der beiden Unparteiischen aus Volkach.

In der gut gefüllten Halle im Sporthotel Grosswallstadt begann also für die Rothenburger Jungs eine weitere Saison Bayernliga.Und sie begann besser als man erwarten konnte. Die Rothenburger starteten furios und gingen mit 0:2 Toren in Führung. Angetrieben von Paul Koppler und Anton Ehrlinger stellten die TSVler ihre körperlich hoch überlegenen Gegner durch gelungene Aktionen ein ums andere Mal vor Probleme. Der Abwehrverband arbeitete zu diesem Zeitpunkt gut zusammen und konnte die wuchtig vorgetragenen Angriffe der Hausherren entscheidend unterbinden. Somit rieben sich Spieler, Trainer und Zuschauer beim Stand von 3:7 für den Außenseiter verwundert die Augen und die verantwortlichen Trainer der Junioren Akademie sahen sich gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Diese schien Wirkung zu zeigen, denn mit 4 Toren in Folge glichen die Hausherren zum 7:7 aus. Die Rothenburger hielten jedoch weiter dagegen und Florian Köhler, sowie Fabian Kurr brachten die Roten wieder mit 7:9 in Führung. Nun fanden die Hausherren jedoch immer besser zu ihrem Spiel und deren Anspiele an den großgewachsenen Kreisspieler fanden immer öfter den Weg ins Rothenburger Netz. Trotzdem hielt man bis zum Pausenstand von 13:11 tapfer dagegen.

In der Pause schlich sich dann wohl etwas Selbstzufriedenheit in die Rothenburger Kabine ein, hatte man doch bis dahin mit dem klaren Favoriten auf Augenhöhe mitgehalten.

Folge dessen schien die Rothenburger Abwehr bei Wiederanpfiff noch in der Kabine und so gelang dem Gegner ein 7 Tore Lauf. Vor allem der wuchtige Rückraumspieler Noah Iancu nahm diese Einladung gerne an und erzielte 5 seiner insgesamt 10 Tore in den ersten acht Minuten der zweiten Hälfte. Aber auch der Rothenburger Angriff wirkte zu diesem Zeitpunkt kraft- und ideenlos und beim Stand von 20:11 war die Entscheidung gefallen. Die TVG Junioren hatten nun Blut geleckt und es bestand die Gefahr, dass die Rothenburger nun endgültig unter die Räder kommen würden. Mit einer hervorragenden Moral kämpfte sich das Team jedoch wieder zurück ins Spiel und man konnte bis zum Schlusspfiff und Endergebnis von 25:17 das Spiel wieder offen gestalten. So konnte man erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen und lediglich die gebrochene Nase von Florian Köhler bleibt als negative Erfahrung des ersten Spieltages.

Ausschlaggebend für den deutlichen Sieg der Handballtalente aus Grosswallstadt war zum einen die Schwächephase der Rothenburger anfangs der zweiten Halbzeit und die Tatsache, dass die TVG ohne merklichen Substanzverlust wechseln konnte. Auf TSV Seite merkte man den Leistungsträgern deutlich an, dass sie in der ersten Hälfte viel Kraft gelassen hatten.

Wenn die Mannschaft es schafft, die neu gewonnene Verantwortung auf noch mehr Schultern zu verteilen wird eine Leistungssteigerung möglich sein.

Am nächsten Wochenende wird es für die B-Jugendlichen nicht leichter. Am Sonntag erwartet mit dem Bundesliganachwuchs des HC Erlangen ein weiterer Titelfavorit die Tauberstädter zum Spiel in der Hiersemann Halle in Erlangen.

Für den TSV Rothenburg spielten:

Paul Erdmann, Timo Richter (Tor), Max Krämer (1), Felix Porzner (1), Anton Ehrlinger (6/2), Tom Gall, Paul Koppler (3), Florian Köhler (2), Enrico König (2), Fabian Kurr (2), Christian Keller (1/1), Konstantin Löhner.

Bericht von Volker Ehrlinger