Serie ausgebaut

Mit 33:29 gewinnen die Rothenburger Handballer gegen den TV Münchberg. Damit gewannen Sie ihr drittes Spiel in Folge und können nun endlich wieder ein positives Punkteverhältnis vorweisen.

Die Gäste die ohne ihren gesperrten Torjäger Wilke antreten mussten erwischen den besseren Start in dieses Spiel. Zwei leichtfertige Ballverluste der Gastgeber ermöglichten so eine 0:2 Führung der Gäste. David Winheim erzielte im Gegenzug den ersten seiner insgesamt sechs Treffer. Nun waren auch die Hausherren in der Partie angekommen und gingen in der siebten Minute mit 3:2 in Führung. Das Spiel war dieser Phase absolut ausgeglichen. Im Angriff spielten die Rothenburger zielstrebig und konzentriert, in der Defensive hatten Sie aber immer wieder Probleme das Kreisspiel der Münchberger zu unterbinden. So dauerte es bis zur zwanzigsten Minute ehe die Hausherren die Führung erstmals auf drei Tore ausbauen konnten (11:8).

Der Gästetrainer Frank Lichtinger nahm nun eine Auszeit und stellte seine Mannschaft neu ein. Selbiges tat auch TSV-Coach Bernd Becker und hatte taktisch genau die richtigen Kniffe parat. Sodass wenig später Patrick Wurst zum 15:9 für seine Farben traf. Eigentlich hatte man nun das Gefühl das die Hausherren das Geschehen im Griff hätten, aber leider agierte man nun im Angriff zu hektisch und musste so leichte Gegentreffer hinnehmen. Somit ging es mit 18:15 in die Pause. In der Halbzeitansprache thematisierte Becker genau diese Hektik, und mahnte seine Jungs wieder mehr Ruhe und Konzentration in Ihre Aktionen zu bringen.

Die Worte des Trainers fanden gehör und die Hausherren bestimmten von nun an wieder das Geschehen. Bis fünfzehn Minuten vor der Ende erhöhte Thomas Krauter wieder auf 26:20 für die Gastgeber. Aber wieder machte sich das Gefühl des sicheren Sieges zu früh bemerkbar. Und es wurde nochmal spannend. Münchberg agierte nun mit zwei Manndeckungen gegen die agilen Winheim und Stojanov. So kam ein Bruch ins Angriffsspiel der Hausherren. Becker brachte nun unter Szenenapplaus Rückkehrer Ivan Skaramuca ins Spiel. Dieser Wechsel stellte sich als sehr positiv heraus, weil Münchberg nun einen dritten besonders wurfstarken Akteur zu betreuen hatte. Doch Unkonzentriertheiten im Abschluss und in den entscheidenden Zuspielen verhinderten, dass man den berühmten Sack früher hätte zumachen können und Münchberg verkürzte zwei Minuten vor dem Ende auf 31:29.

Die Spannung kam nun nochmal auf und es drohte der Anschlusstreffer durch die Gäste. Doch die Hausherren verfielen nicht in Panik. Phillip Schemm konnte einen unglaublich wichtigen Ballgewinn in der Defensive erzielen, welchen Skaramuca im Angriff zum Entscheidenden 32:29 ummünzen konnte. Selbiger traf dann auch noch zum 33:29 und setzte damit den Schlusspunkt in einem sehr ansehnlichen Handballspiel. Mit diesem Sieg aus der Kategorie Arbeitssieg gewinnen die Rothenburger ihr drittes Spiel in Folge, und haben gezeigt das man aus den Fehlern der Hinrunde gelernt hat. Waren es in der Hinrunde in engen Partien meist die selben drei Akteure die Akzente setzen konnten, waren es nun die ganze Mannschaft die Torgefahr ausstrahlte und es so für den Gegner schwer machte einen entscheidenden Bruch im Spiel der Hausherren herbeizuführen. Darauf lässt sich aufbauen und man kann die sich mit einem guten Gefühl auf die Aufgabe am Sonntag in Ingolstadt vorbereiten.

Ein besonderer Dank gilt auch Bernhard Schubart der den im Skiurlaub weilenden Manager Norbert Fink würdig vertrat und Coach Becker zur Seite stand.

TSV 2000 Rothenburg: Kiss 1-60, Sand (bei einem Sieben Meter), Schemm 5, Wurst 1, Kulas 2, Tim Ehrlinger 1, Schmidt, Koppler, Anton Ehrlinger 3, Winheim 6/2, Jasarevic 4, Stojanov 3, Krauter 5, Skaramuca 3