Ganz starker Jahresabschluss

Beim 35:25 (18:10) Heimsieg gegen den SV Michelfeld ließen die Landesligahandballer des TSV 2000 Rothenburg dem Aufsteiger aus Unterfranken keine Chance. Die Grundlage war eine sehr starke Leistung in Angriff und Abwehr in den ersten 30 Minuten, mit der die Tauberstädter schnell klar machten, wer die Punkte holen würde.

Die in den letzten Wochen nicht besonders sattelfeste Defensive der Rothenburger präsentierte sich gegen Michelfeld von Beginn an hellwach, da man dies von der Abwehrreihe der Gäste nicht behaupten konnte, setzten sich die Becker-Schützlinge schnell ab. Nach dem 7:4 durch Nedim Jasarevic legten Tim Ehrlinger, Phillip Schemm und erneut Nedim Jasarevic je einen Treffer nach und es hieß 10:4 für die Hausherren. Die Gäste fanden in der Deckung keinerlei Mittel gegen die Wucht und Spielfreude des Rothenburger Angriffs und auch die Abstimmung mit den Torhütern war häufig fehlerhaft. So kam es, dass nach 20 Minuten mit Matthias Meckelein bereits der dritte Torhüter der Gäste, nach Marcel Ludwig und Dennis Handtmann ins Tor der Unterfranken beordert wurde. Den weiteren Ausbau der Führung der Hausherren konnte aber auch Meckelein nicht verhindern. Über 16:7 (Phillip Schemm, 25. Minute) kamen die Tauberstädter zur 18:10-Halbzeitführung, Torschütze Nedim Jasarevic, und es bestand bereits da kein Zweifel mehr, wer die Halle als Sieger verlassen würde.

Vor dem Hintergrund der deutlichen Führung gingen die Rothenburger dann in der zweiten Halbzeit in der Abwehr nicht mehr mit der allerletzten Konsequenz ans Werk. Auf Seiten der Gäste profitierten davon insbesondere Kreisläufer Dominic Faustmann und Spielertrainer Maximilian Häckner, die als einzige Gästespieler Landesliganiveau erreichten und einige Tore erzielen konnten. Da den Hausherren aber im Angriff weiterhin nahezu alles gelang, war die deutliche Führung nie in Gefahr. Auch die taktische Maßnahme, den Torhüter mit einem siebten Feldspieler zu ersetzen, ging für die Gäste völlig in die Hose. Die Tauberstädter konnten dadurch nach Ballgewinnen einige Torerfolge ins verwaiste Gästetor erzielen. Auch Torhüter Arnold Kiss, der auch seine eigentliche Aufgabe ganz hervorragend erledigte, konnte sich ganze drei Mal in die Torschützenliste eintragen. Den Schlusspunkt zum 35:25 für die Hausherren setzte dann Andreas Kulas, der in der Schlussminute das Spielgerät aus dem Stand am verdutzten Torhüter vorbei ins Giebeldreieck wuchtete.

„Warum nicht immer so?“ fragt man sich angesichts der Leistung der Rothenburger. Gegen die überforderten Gäste zeigten sie, zu was sie mit positiver kämpferischer Leistung, Teamgeist und Spielwitz in der Lage sind. Jedenfalls haben die 500 Zuschauer in der sehr gut gefüllten Rothenburger Mehrzweckhalle ihr Kommen nicht bereut, zumindest sofern ihr Herz für die Hausherren schlägt. Die positiven Eindrücke aus dem starken Jahresausklang gegen Michelfeld sollten die Becker-Schützlinge über die Weihnachtspause mit ins neue Jahr nehmen und in den bevorstehenden Heimspielen gegen HaSPo Bayreuth II und den TV Münchberg mit zwei weiteren Siegen nachlegen. Falls die Konkurrenz schwächelt, könnten die Tauberstädter dann sogar an die Spitzengruppe heranschnuppern.

Rothenburg: Kiss (1.-60., 3 Tore), Sand (bei einem Siebenmeter), (Tor); Schemm (4), Wurst (2), Kulas (2), Keller, Tim Ehrlinger (3), Schmidt, Koppler (1) Anton Ehrlinger, Winheim (8), Jasarevic (6/1), Stojanov (6)

Michelfeld: Ludwig, Handtmann, Meckelein (Tor); Krapf (3), Ochel (1), Holler (2), Dennerlein, Schardt (2), Möslein (1), Faustmann (4), Häckner (8/4), Olbrich (3), Reinhart (1)

Spielverlauf: 0:1, 2:1, 5:3, 10:4, 16:7, 18:10 (HZ); 20:11, 22:14, 26:17, 29:20, 34:23, 35:25

Siebenmeter:
Rothenburg 2 (Jasarevic trifft und verwirft je 1)
Michelfeld 5 (Häckner trifft 4; Möslein verwirft 1

Zeitstrafen:
Rothenburg 3 (Wurst, Tim Ehrlinger und Jasarevic je 1)
Michelfeld 1 (Faustmann)

Schiedsrichter: André Berger und Maria Braun (Donauwörth)

Zuschauer: 500