Die nächste Auswärtsniederlage

Mit 34:32 (15:13) verloren die Landesligahandballer des TSV 2000 Rothenburg bei der HSG Lauf/Heroldsberg. Die Tauberstädter präsentierten sich in der Fremde erneut schwach und kehrten mit leeren Händen zurück.

In der ersten Hälfte war die Abschlussschwäche das Problem der Becker-Truppe, die ohne die verletzten Phillip Schemm und Gabriel Gluhak angetreten waren, der ebenfalls angeschlagene Tim Ehrlinger stand zwar im Aufgebot, wurde aber nicht eingesetzt. Eine Serie von überhasteten und schlecht vorbereiteten Torwürfen führte zur 8:4-Führung der Hausherren (15. Minute). Da sich auch die Gastgeber viele Fehler erlaubten, entwickelte sich eine Partie auf schwachem Landesliganiveau. Rothenburg konnte den Rückstand wieder auf zwei Tore verkürzen, näher kam man aber nicht und es wurden beim Stand von 15:13 die Seiten gewechselt.

Die Hoffnung, die kurz nach der Pause aufflammte, als Nikola Stojanov auf 15:14 verkürzen konnte, war dann leider sehr schnell wieder verpufft. Die Tauberstädter leisteten sich nun teilweise haarsträubende Abspielfehler, die Gastgeber nahmen die Geschenke dankend an und gingen mit fünf Toren in Folge vorentscheidend mit 20:14 in Führung (36.). Waren es in der ersten Hälfte die Fehlversuche, so brachen den Gästen nach der Pause die technischen Fehler das Genick. Durch die hohe Fehlerquote betrug der Rückstand ständig vier bis sechs Tore, erst in der Schlussminute verkürzten David Winheim und Paul Koppler zum 34:32-Endstand, womit das Endergebnis noch schmeichelhaft war.

Wieder einmal mussten die Tauberstädter gegen einen Gegner, der selbst keine Großtaten vollbrachte, eine verdiente Auswärtsniederlage einstecken. Dass auch die Hausherren keinen gesteigerten Wert auf die Abwehrarbeit legten, zeigen die trotz aller Fehler erzielten 32 Tore der Rothenburger. Eine Anzahl, mit der man Auswärtsspiele gewinnen muss… Am kommenden Wochenende sind die Becker-Schützlinge spielfrei, einerseits Zeit die aktuelle Situation zu hinterfragen und aufzuarbeiten, andererseits aber die Gelegenheit, für die Tabellennachbarn aus Ingolstadt und Mainburg in der Tabelle aufzuschließen. Fünf Spieltage vor Saisonende muss erneut der Blick auf die unteren Tabellenregionen gerichtet werden. Eine Situation, die man sich vor der Saison beim Bayernligaabsteiger nicht vorstellen konnte.

Rothenburg: Kiss (1.-18. und 48.-60.), Sand (18.-48.) (Tor); Wurst (1), Kulas, Keller, Tim Ehrlinger (n.e.), Schmidt (2), Koppler (3), Anton Ehrlinger (3), Winheim (8/2), Jasarevic (4), Stojanov (5), Krauter, Skaramuca (6/3)

Lauf/Heroldsberg: von Borstel, Götz (Tor); Scholz (4), Schöffel (3), Kister (1), Meier (2), Laugner (3/1) Kemper (2), Zahn (4), Räbel (6), Scheuerer (5/1), Hericks (4)

Spielverlauf: 0:1, 2:3, 6:3, 8:4, 10:8, 14:10, 15:13 (HZ); 15:14, 20:14, 24:18, 26:22, 30:26, 34:30, 34:32

Siebenmeter:
Rothenburg 6 (Winheim trifft 2, verwirft 1; Skaramuca trifft 3)
Lauf/Heroldsberg 3 (Scheuerer trifft und verwirft je 1; Laugner trifft 1)

Zeitstrafen:
Rothenburg 5 (Kulas, Schmidt, Anton Ehrlinger, Jasarevic und Skaramuca je 1)
Lauf/Heroldsberg 1 (Kister)

Schiedsrichter: Martin Göckel und Kerstin Wölfel (Wendelstein/Röthenbach)

Zuschauer: 100