Ungefährdeter Heimsieg zum Start ins neue Jahr

Mit einem letztlich ungefährdeten 29:19 (15:13)-Heimsieg gegen HaSpo Bayreuth II starteten die Landesligahandballer des TSV 2000 Rothenburg ins Jahr 2020. Nachdem sie sich in der ersten Halbzeit eine Schwächephase erlaubten, agierten die Tauberstädter nach der Pause deutlich konzentrierter und kamen zum deutlichen Heimerfolg.

Bis auf Gabriel Gluhak konnte der Rothenburger Trainer Bernd Becker, dessen Vertragsverlängerung die Tauberstädter letzte Woche bekanntgegeben hatten, seinen kompletten Kader aufbieten. Die Rothenburger starteten dann auch stark in die Partie, im Angriff wurden gegen die sehr offensive Deckungsreihe der Gäste die einstudierten Spielzüge konsequent durchgespielt und die Abwehrreihe bewegte sich gut und erlaubte den Bayreuthern kaum ein Durchkommen. Über 4:1 und 7:3 bauten die Hausherren dadurch bis zur 18. Spielminute ihren Vorsprung auf schon sechs Tore (12:6) aus und die Gäste aus Oberfranken mussten ein Debakel befürchten. Die Hausherren beschlossen aber ab diesem Zeitpunkt, es etwas ruhiger angehen zu lassen, wodurch Bayreuth den Rückstand durch drei Tore in Folge auf 12:9 verkürzen konnte (23. Minute). Trainer Becker nahm daraufhin eine Auszeit und beorderte zusätzlich Nikola Stojanov, der bis dahin geschont wurde, aufs Feld. Kurz zuvor hatte Becker schon Torhüter Luca Sand für den glücklosen Arnold Kiss gebracht. Gleich mit seiner ersten Aktion erzielte Stojanov den Treffer zum 14:10 und kurz darauf war er zum 15:11 erfolgreich. Auch Sand führte sich mit einigen Paraden gleich gut ein. Dass die Gäste bis zur Pause dennoch auf 15:13 verkürzen konnten, konnten aber auch Stojanov und Sand nicht verhindern.

In der Pause musste Trainer Becker dann die richtigen Worte gefunden haben. Die Gäste nutzten zwar den Ballbesitz im ersten Angriff zum 15:14, danach legten die Tauberstädter aber den berühmten Hebel um und bestimmten das Spielgeschehen nun nach Belieben. Zehn Minuten gelang den Bayreuthern kein Tor und die Hausherren konnten ihre Führung auf 20:14 ausbauen. Im gleichen Maß, in dem sich die Rothenburger steigerten, ließ Bayreuth nun nach. Tor um Tor erhöhten die Tauberstädter ihre Führung und gestützt auf einen hervorragenden Luca Sand im Tor, der unter anderem zwei Siebenmeter-Strafwürfe parieren konnte, zeigte auch die Abwehrreihe den Gästen nun ihre Grenzen auf. Drei Minuten vor Spielende betrug der Vorsprung dann erstmals zehn Tore, Patrick Wurst traf zum 27:17. Bis zum Schlusspfiff war für Rothenburg dann noch Anton Ehrlinger zum 28:18 erfolgreich und den Schlusspunkt zum Endstand von 29:19 setzte erneut Patrick Wurst.

Auch im Heimspiel gegen Bayreuth genehmigten sich die Tauberstädter, wie schon im gesamten Saisonverlauf, eine Auszeit und machten sich damit das Leben selbst schwer. Der Gegner, der eigentlich schon in die Schranken verwiesen war, witterte wieder Morgenluft und man musste sich mit viel Aufwand wieder in die Partie kämpfen. Gegen die Bayernligareserve aus Bayreuth, die allenfalls besseres Bezirksoberliganiveau hat, rächten sich die Nachlässigkeiten nicht, gegen stärkere Gegner müssen die Becker-Schützlinge diese aber unterlassen. Schon am nächsten Wochenende wartet mit dem Tabellenvierten TV Münchberg ein Gegner stärkeren Kalibers. Erneut vor heimischer Kulisse haben die Tauberstädter dann die Chance, ihr Punktekonto weiter aufzubessern.

Rothenburg: Kiss (1.-23.), Sand (23.-60.) (Tor); Schemm (6), Wurst (2), Kulas (3), Keller, Tim Ehrlinger (2), Schmidt, Koppler (3), Anton Ehrlinger (3), Winheim (3), Jasarevic (1/1), Stojanov (5), Krauter (1)

Bayreuth: Kropf, Tannreuther (Tor); Gwinner (2), Klein (4/3), Lux (2), Höpp (1), Reif (2), Kroh (1), Seuß (1), Müller (1), Lauterbach (4), Balwinski (1), Eroymak, Wiesent

Spielverlauf: 2:0, 4:1, 7:3, 12:6, 12:9, 15:11, 15:13 (HZ); 15:14, 20:14, 23:16, 27:17, 29:19

Siebenmeter:
Rothenburg 2 (Jasarevic trifft und verwirft je 1)
Bayreuth 5 (Klein trifft 3, verwirft 2)

Zeitstrafen:
Rothenburg 5 (Stojanov 2, Schmidt, Jasarevic und Krauter je 1)
Bayreuth 4 (Kroh 2, Lux und Lauterbach je 1)

Schiedsrichter: Lars Gruner und Benjamin Mahler (Marktsteft/Volkach)

Zuschauer: 300