Ungefährdeter Heimsieg

Zu einem ungefährdeten und in allen Belangen verdienten 33:25 (16:10) Heimerfolg kamen die Bayernligahandballer des TSV 2000 Rothenburg gegen den Aufsteiger HSG Würm-Mitte. Die Tauberstädter waren den Gästen in allen Belangen überlegen und konnten wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln.

Von Beginn an zeigten die Schützlinge von Trainer Csaba Szücs dass sie gegen den Liganeuling der Spielgemeinschaft des TSV Gräfelfing und des TV Planegg-Krailing unbedingt einen Heimsieg erreichen wollten. Tim Ehrlinger, Andreas Kister und der beste Torschütze Ivan Skaramuca sorgten dafür, dass es nach drei Minuten 3:0 stand. Schon früh war erkennbar, dass die Gäste spielerisch und körperlich den Hausherren deutlich unterlegen waren. Einige Unkonzentriertheiten im Abschluss und nachlässige Deckungsarbeit führten dann zwar dazu, dass die HSG auf 6:5 verkürzen konnte (12. Minute). Zehn Minuten später war der Vorsprung der Rothenburger dann aber auf beruhigende 5 Tore angewachsen (12:7). Insbesondere Ivan Skaramuca konnte sich in dieser Phase mit drei Toren auszeichnen. Die Gäste leisteten sich weiter eine sehr hohe Fehlerquote, wodurch der TSV immer weiter davonziehen konnte. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit betrug die Führung schon sieben Tore, Gabriel Gluhak war mit einem Gegenstoßtor zum 16:9 erfolgreich. Bis zur Pause konnten die Gäste zwar noch durch einen von Alexander Zwermann verwandelten Siebenmeter-Strafwurf auf 16:10 verkürzen, es deutete sich aber bereits an, dass sie den Tauberstädtern nicht mehr gefährlich werden würden. Aufgrund der schlechten Chancenverwertung der Gastgeber war der Rückstand für die Oberbayern sogar noch schmeichelhaft.

Auch nach der Pause bauten die Szücs-Schützlinge ihren Vorsprung kontinuierlich aus, beim 21:12 durch Andreas Kister war die Führung schon auf neun Tore angewachsen (41.). Acht Minuten später betrug die Führung dann sogar elf Tore, den Treffer zum 28:17 erzielte Andreas Kulas. Im Gefühl des sicheren Vorsprungs schalteten die Hausherren dann gleich mehrere Gänge zurück. Für sieben Minuten wurde das Tore schießen gänzlich eingestellt, wodurch die HSG auf 28:22 verkürzen konnte. Erst drei Minuten vor Spielende war Thomas Krauter für Rothenburg wieder erfolgreich, er traf zum 29:22. Bis zum Schlusspfiff der guten Schiedsrichter Peter Abel und Christian Herpolsheimer aus Stadeln bzw. Erlangen-Bruck, die mit der fairen Partie keinerlei Probleme hatten, waren dann noch Maxi Schmidt und Nedim Jasarevic je zwei Mal für die Hausherren erfolgreich, drei Tore der Gäste führten zum Endstand von 33:25 für die Tauberstädter.

Gegen die schwachen Gäste kamen die Rothenburger somit zu einem ungefährdeten und verdienten Erfolg. Einzig die Chancenverwertung und die teilweise zu passive Abwehrarbeit können kritisiert werden. Bei mehr Konsequenz in Angriff und Abwehr hätte leicht auch ein Kantersieg herausspringen können. Aufgrund der Drucksituation durch die Lage im Kampf um den Klassenerhalt muss aber auch hierfür Verständnis aufgebracht werden. Positiv zu erwähnen ist noch die Leistung der beiden Torhüter Bartek Pawlak und Luca Sand, die beide ein starker Rückhalt ihrer Mannschaft waren und dass sich alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Wie wichtig der Sieg letztlich war, zeigten die Ergebnisse der Tabellennachbarn, die allesamt ebenfalls doppelt punkten konnten. Am nächsten Samstag geht es für die Tauberstädter im Hinrunden finale zum TSV Lohr. Beim ebenfalls kriselnden, langjährigen Rivalen, derzeit nur Tabellenvorletzter, sind die Szücs-Schützlinge keinesfalls chancenlos. Mit einem Sieg in der Fremde könnte die nicht optimal verlaufene Hinrunde zu einem versöhnlichen Abschluss geführt werden und mit allen Möglichkeiten in die Rückrunde gestartet werden.

Rothenburg: Pawlak (1.-45.), Sand (45.-60.) (Tor); Schemm (7), Kulas (1), Gluhak (1), Ehrlinger (3), Schmidt (2), Kister (4/1), Skaramuca (8/1), Jasarevic (3), Stojanov (2), Krauter (2)

Würm-Mitte: Polta, Kussmaul (Tor); Brunner (2), Zwermann (2/1), Johann, Rädler (6/2), Kreusch (5), Filbry (3/1), Beckmann, Waterloo (3/1), Henrich (4), Tinz

Spielverlauf: 3:0, 4:1, 6:5, 12:7, 14:8, 16:9, 16:10 (HZ); 18:10, 23:13, 28:17, 28:22, 30:23, 33:25

Siebenmeter: Rothenburg 3 (Kister trifft und verwirft je 1; Skaramuca trifft 1)

Würm-Mitte 7 (Rädler trifft 2, verwirft 1; Zwermann trifft und verwirft je 1; Filbry und Waterloo treffen je 1)

Zeitstrafen: Rothenburg 1 (Schmidt) Würm-Mitte 1 (Filbry)

Schiedsrichter: Peter Abel und Christian Herpolsheimer (MTV Stadeln / TV Erlangen-Bruck)

Zuschauer: 250