Besser aber nicht gut genug

Mit einer 32:26 (15:14) Niederlage im Gepäck kehrten die Bayernligahandballer des TSV 2000 Rothenburg vom Auswärtsspiel beim VfL Günzburg zurück. Dabei zeigten sich die Tauberstädter im Vergleich zur Vorwoche zwar verbessert, die mangelhafte Chancenverwertung stand aber einem Auswärtserfolg im Weg.

Bei den Tauberstädtern fehlte neben Andreas Amann und Andreas Kister auch David Winheim, der sich im Abschlusstraining am Freitagabend verletzte und die Fahrt nach Günzburg erst gar nicht antreten konnte. Allen Personalsorgen zum Trotz starteten die Szücs-Schützlinge gut in die Partie, Ivan Skaramuca und Nikola Stojanov sorgten mit ihren Toren für die schnelle 2:0-Führung der Gäste, die Hausherren konnten in der siebten Spielminute beim Spielstand von 4:4 erstmals ausgleichen. Für Verunsicherung sorgte dies bei den Rothenburgern zunächst nicht, drei Minuten später hatten sie bei der 7:5-Führung den Zweitore-Vorsprung wieder hergestellt. Zwar stand die Abwehr der Tauberstädter nicht immer sattelfest, eine gute Angriffsleistung sorgte aber immer wieder für Torerfolge. Insbesondere Ivan Skaramuca zeigte sich treffsicher und kam in der ersten Spielhälfte schon auf sechs Tore. Skaramuca war es auch, der mit dem Tor zum 14:11 in der 25. Spielminute die erste Dreitore-Führung für Rothenburg erzielen konnte. Dies sollte aber auch der letzte Gästetreffer vor der Halbzeitpause sein. Durch vier Tore in Folge ging Günzburg bis zum Ende der ersten Hälfte mit 15:14 in Führung.

Direkt nach der Pause sah es dann so aus, als sollten sich die Gäste von der Tauber wieder gefangen haben. Ivan Skaramuca, Phillip Schemm und Nikola Stojanov erzielten die Tore zur 17:15-Führung der Rothenburger. Insbesondere das 17:15 von Stojanov war sehenswert, in doppelter Unterzahl, Ivan Skaramuca und Nedim Jasarevic hatten Zeitstrafen erhalten, gelang ihm von Linksaußen per Trickwurf der 17. Treffer der Gäste (35. Minute). Die Zweitore-Führung der Szücs-Schützlinge hielt bis zum 19:17 in der 37. Spielminute. Danach gelang den Gästen für sieben Minuten kein Torerfolg mehr, selbst in aussichtsreichsten Positionen scheiterten die Tauberstädter immer wieder an Dennis Mendle im Günzburger Tor, der Mitte der ersten Hälfte eingewechselt worden war. Da die Hausherren in dieser Phase die sich bietenden Chancen sehr viel konsequenter nutzten, gelangen ihnen sechs Tore in Folge zur vorentscheidenden 23:19-Führung. Näher als auf drei Tore kamen die Gäste nicht mehr, im Gegenteil die Hausherren bauten ihren Vorsprung bis zum Spielende kontinuierlich aus. Selbst Torhüter Dennis Mendle konnte neben seinen vielen Paraden auch noch zwei Tore verbuchen. Als die Gäste versuchten, mit dem siebten Feldspieler als taktisches Mittel noch einmal näher zu kommen, konnte er beide Male über das gesamte Feld ins verwaiste Rothenburger Gehäuse treffen. Den Schlusspunkt unter die Partie setzte dann Ivan Skaramuca, der mit seinem zehnten Treffer den Endstand von 32:26 für Günzburg herstellte.

Die ersten 25 Minuten haben gezeigt, dass die Rothenburger durchaus in der Klasse mithalten können. Dann aber geriet wieder einmal die Fehlerquote zu hoch, insbesondere die mangelhafte Chancenverwertung rächte sich bitter. Am kommenden Wochenende empfangen die Tauberstädter den Eichenauer SV zum Heimspiel. Mit einem Sieg würde man am Aufsteiger aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck vorbeiziehen und den Kontakt zum Tabellenmittelfeld nicht ganz abreißen lassen. Daher muss es für die Tauberstädter heißen: Verlieren verboten!

Rothenburg: Pawlak (1.-41.), Sand (41.-60.) (Tor); Schemm (4), Wurst (2), Kulas, Gluhak, Pfaffelhuber, Ehrlinger (4), Schmidt, Skaramuca (10/2), Jasarevic (1), Stojanov (4), Krauter (1)

Günzburg: Bieber, Mendle (2)(Tor); Knittl (6/3), M. Jahn, S. Jahn, Buck (6), Leix, Hermann, Groß, Jensen (4), Lehr (3), Jäger (3), Scholz (8)

Spielverlauf: 0:2, 4:4, 5:7, 8:8, 9:11, 11:14, 15:14 (HZ); 15:17, 17:19, 23:19, 25:21, 28:24, 30:25, 32:26

Siebenmeter: Rothenburg 3 (Skaramuca trifft 2, verwirft 1)

Günzburg 3 (Knittl trifft alle)

Zeitstrafen: Rothenburg 6 (Jasarevic 3; Gluhak, Skaramuca und Fink je 1; Disqualifikation gegen Wurst)

Günzburg 3 (Leix 2; Lehr 1)

Schiedsrichter: Daniel Langner und Bernd Liebsch (Weitramsdorf/Hammelburg)

Zuschauer: 250