Pokalspiel

Pokalspiel am Sonntag

Erneut gegen einen Bezirksoberligisten

Die Bayernligahandballer des TSV 2000 Rothenburg treten am Sonntag (14 Uhr, Franz-Göbel-Halle) in der zweiten Runde des Molten-Cups beim Bezirksoberligisten HSG Rödental/Neustadt an. Gegen die Oberfranken wollen die Tauberstädter eine Woche vor Saisonbeginn in der Bayernliga in die dritte Runde des ehemaligen BHV-Pokals einziehen.

Was als Vierer-Turnier geplant war, wurde durch die Absagen des TSV Lohr und des ASV Cham, die in der laufenden Saison beide nicht mehr im Pokal antreten wollen, zu einem „einfachen“ Pokalspiel. Die Verantwortlichen des Bayerischen Handballverbandes und des Deutschen Handballbundes sollten sich fragen, ob die vor einigen Jahren durchgeführte Reform der Pokalwettbewerbe der Schritt in die richtige Richtung war. Konnte man früher als Landespokalsieger in der ersten Hauptrunde des DHB-Pokals auf ein attraktives Los mit einem Heimspiel gegen einen Bundesligisten hoffen, ist dies seit der Pokalreform nicht mehr möglich. Nun bestreiten die Bundes-, Zweit- und Drittligisten den DHB-(Profi)Pokal und die Mannschaften ab der Oberliga den Deutschen Amateurpokal. Der Pokal hat damit für die Vereine bis zur Oberliga extrem an Attraktivität verloren und ist für die Bayern- und Landesligisten zum eher lästigen Pflichtprogramm mutiert. Absagen, wie die aus Lohr und Cham, sind leider die Folgen.

Die Tauberstädter haben sich entschieden, nicht zu kneifen und treten nach dem Erstrundensieg im Derby bei der HG Ansbach nun auch bei der HSG Rödental/Neustadt an. An die haben sie übrigens gute Erinnerungen, das letzte Aufeinandertreffen im April 2017 gewannen die Szücs-Schützlinge mit 26:23 wodurch sie bereits drei Spieltage vor Saisonende den Wiederaufstieg in die Bayernliga perfekt machen konnten. Durch den gleichzeitigen Abstieg der Gastgeber in die Bezirksoberliga trennen beide Mannschaften nun zwei Ligen und die Rothenburger sind in der klaren Favoritenrolle. Der Kader, den Trainer Szücs zur Verfügung haben wird, wird nicht ganz komplett sein. Sicher fehlen wird Max Pfaffelhuber, der das Spiel aufgrund einer schulischen Veranstaltung verpassen wird. Angeschlagen sind Andreas Amann, Andreas Kulas und Patrick Wurst. Bei allen wird sich erst am Spieltag entscheiden, ob sie eingesetzt werden können.

„Wie schon in Ansbach, als wir ebenfalls nicht komplett waren, erwarte ich dennoch, dass wir die Favoritenrolle annehmen und sich die individuelle Stärke unseres Bayernligakaders durchsetzen wird. Eine Woche vor Saisonbeginn wollen wir uns keinen Ausrutscher erlauben und in die dritte Runde einziehen“ erwartet Abteilungsleiter Norbert Fink einen Erfolg in Rödental.

Voraussichtliche Aufstellung: Amann (?), Sand (Tor); Schemm, Wurst (?), Kulas (?), Gluhak, Ehrlinger, Schmidt, Kister, Skaramuca, Winheim, Jasarevic, Stojanov, Krauter